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Der Po bleibt schlaff: Reebok muss zahlen
Schuhe, die beim normalen Gehen die Muskeln derart fordern, dass Beine und Po staff und knackig werden: Die haben inzwischen etliche Hersteller auf dem Markt, allen voran Skechers, MBT, Fitflop und Reebok. Letztere kommt dieses Werbeversprechen in den USA nun teuer zu stehen: Die Adidas-Tochter einigte sich mit der US-Handelsbehörde FTC darauf, 25 Millionen Dollar (18,5 Millionen Euro) an die Käufer zurückzuzahlen, um den Vorwurf irreführender Werbung aus der Welt zu schaffen.
Wie die Nachrichtenagentur DPA berichtet, nahm sich die FTC (Federal Trade Commission) Aussagen aus der Reebok-Werbung vor, wonach das Tragen der Easy-Tone-Sportschuhe einzelne Muskeln um 11 bis 28 Prozent kräftige. Die Behörde betrachtete die Behauptungen als nicht belegt.
Reebok dagegen betont in einer Online-Stellungnahme, man sei weiterhin von der Technologie überzeugt und die Zahlung bedeute mitnichten, dass man hier die Irreführung einräume. Im Gegenteil, man bekomme begeisterte Reaktionen seitens der Kunden.
Die Knackpo-Schuhmodelle der verschiedenen Hersteller arbeiten mit speziell gewölbten Sohlen, die beim Gehen mehr Muskelarbeit erfordern. Im Selbsttest erweisen sich die Schuhe als bequem - zu bequem: Sobald man sich an das neue Laufen gewöhnt hat, ist der Trainingseffekt dahin, berichtet eine Kollegin, die es probiert hat.
Wettbewerber Skechers wollte sich auf Anfrage von W&V Online nicht dazu äußern, ob man bereits Maßnahmen treffe oder die FTC bereits Kontakt aufgenommen habe. Die US-Handelsbehörde hatte sich, ähnlich wie die Verbraucherschützer hierzulande, zuletzt verstärkt dem Verbraucherschutz und dem Kampf gegen irreführende Werbung gewidmet. Die FTC wolle, dass Hersteller sich ihrer Verantwortung bei der Werbung bewusst seien, so die DPA.
Hier sehen Sie das verführerische Machwerk: Der Deutschland-Spot stammt von DDB.
Herrmann Redakteur











