Während der Söder-Spot alles in allem eher nachdenklich wirkt und die anderen Parteien an keiner Stelle direkt angesprochen werden, versucht es der Dobrindt-Film mit Humor und scharfen Attacken. Die Musik ist schmissig, die Bilder der Konkurrenz-Politiker ausgesprochen gut gewählt und der eine oder andere Lacher ist vorprogrammiert. Der Grüne Anton Hofreiter und die SPD-Vorsitzende Saskia Esken sind allerdings auch sehr dankbare Opfer.

Ab etwa der Hälfte der 82 Sekunden geht Dobrindt auf das ein, was seine Partei mit Bayern und dem ganzen Land in den nächsten Jahren vorhat. Auch hier werden hin und wieder Gesichter von Politikern anderer Parteien und kurze Ausschnitte aus Bundestagsreden eingeblendet – und auch hier darf Frau Esken nicht fehlen. Am Ende des Spots stehen dann austauschbare Plattitüden wie "für Arbeit statt Arbeitslosigkeit" oder "wir wollen, dass dieses Land zusammen arbeitet für eine neue Zeit, eine neue Balance". Diese könnten auch von jeder anderen Partei stammen. Wo bleibt das Alleinstellungsmerkmal, möchte man da fast fragen.           



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Autor: W&V Redaktion

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