Es handelt sich hierbei nicht um einen PR-Gag

Bereits 2019 hatte sich Lush von allen Social-Media-Kanälen getrennt – und kehrte zu Beginn der Corona-Pandemie dann doch wieder zurück. Wird es dieses Mal ähnlich laufen? "Ich hoffe nicht, ich wäre eine Witzfigur", so Constantine zum "Guardian". "Das Ganze ist kein PR-Gag, sondern wir haben dies mit ernstgemeinter Absicht so entschieden." 

Lush sieht und vermarktet sich als "Ethical Brand", der Rückzug aus Social Media ist also ein logischer Schritt, wie Constantine auf der offiziellen Website erklärt: "Ich habe mein ganzes Leben damit verbracht, schädliche Inhaltsstoffe in meinen Produkten zu vermeiden. Nun gibt es überwältigende Hinweise darauf, dass wir durch die Nutzung sozialer Medien gefährdet sind. Ich bin nicht bereit, meine Kund:innen diesem Schaden auszusetzen." Lush habe "keine andere Wahl" gehabt, als diesen Schritt zu gehen und damit ein eindrückliches Signal zu senden. Wird das Unternehmen damit zum Vorreiter einer Anti-Social-Bewegung werden?

In dem Presse-Statement verspricht Lush, nicht komplett anti-social zu werden. "Wir tun alles, um neue Wege der Vernetzung zu finden und aufzubauen und verlassen auch altbewährte Routen nicht. Bis dahin findest du uns auch täglich auf Youtube. Ganz ohne den Zwang zu Likes, Subscribes oder Benachrichtigungen."



Autor: Hannah Klaiber

Hannah Klaiber führt seit 2011 die Schmier & Fink UG in München und Berlin, die seit jeher auf das "Star Wars"-Motto setzt: "Do… or do not. There is no try." Bevor sie sich mit ihrer Redaktionsagentur den größten beruflichen Traum erfüllt hat, tobte sie sich unter anderem als Head of Entertainment Department beim Condé Nast-Verlag aus. Dafür, dass es auch in ihrer Freizeit nie langweilig wird, sorgen ihre zwei Hunde Lumi und Averell genauso wie ihre Arbeit als ehrenamtliche Sanitäterin.