Es gibt aber auch einige Kommentare, die dem Konsum von Marihuana immer noch kritisch gegenüberstehen: "Mir egal, ob die Legalisierung kommt. Wenn ich mitkriege, dass einer meiner Angestellten Drogen nimmt, fliegt er trotzdem raus", schreibt ein User.

Und auch kreativen Vorschläge, wie die Zeit bis zur Legalisierung überbrückt werden kann, werden auf Twitter geäußert:

Ein anderer Twitter-Nutzer vermutete, dass die Steuereinahmen durch Cannabis nicht ganz so uninteressant für die Ampelparteien sind, wie behauptet wird. So schreibt er: "Ich glaube, die Ampel wird das Cannabiskontrollgesetz schnell beschließen und umsetzen wollen. Die Steuereinnahmen wollen die sich nicht entgehen lassen."

Milliardenschwerer Markt eröffnet

Zwar seien wirtschaftliche Aspekte bei dieser Entscheidung nicht im Vordergrund gestanden, dennoch eröffnet das neue Gesetz ein lukratives legales Geschäft für einige Unternehmen. Dem "Manager Magazin" zufolge rechnet die FDP mit bis zu einer Milliarde Euro pro Jahr für den deutschen Markt.

Einen gewaltigen Vorteil haben außerdem kanadische Unternehmen. In Kanada konnte sich bereits eine Milliardenindustrie um Cannabis als Genussmittel etablieren. Die dortigen Firme stehen daher in den Startlöchern, wenn sich weitere Märkte eröffnen – wird das entsprechende Gesetz hierzulande verabschiedet, ist Deutschland ganz vorne mit dabei.



Autor: Hannah Klaiber

Hannah Klaiber führt seit 2011 die Schmier & Fink UG in München und Berlin, die seit jeher auf das "Star Wars"-Motto setzt: "Do… or do not. There is no try." Bevor sie sich mit ihrer Redaktionsagentur den größten beruflichen Traum erfüllt hat, tobte sie sich unter anderem als Head of Entertainment Department beim Condé Nast-Verlag aus. Dafür, dass es auch in ihrer Freizeit nie langweilig wird, sorgen ihre zwei Hunde Lumi und Averell genauso wie ihre Arbeit als ehrenamtliche Sanitäterin.