Instagram vor Facebook 

Facebook als einer der größten Profiteure der Corona-Krise verzeichnete im ersten Quartal 2021 ein globales Anzeigenwachstum von acht Prozent und in Nordamerika von 23 Prozent – beides im Vergleich zum identischen Vorjahresquartal. Einen Rückgang der Ausgaben hatte Facebook dagegen in Asien zu verkraften, wo die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um etwa 13 Prozent zurückgegangen sind. Bei Facebook dominiert die Lebensmittelwerbung, während auch dort der Sektor "Unterkünfte" am schwächsten abschneidet. Die Werbekosten auf den sozialen Plattformen stiegen ebenfalls um mehr als 30 Prozent, da der Wettbewerb um die Anzeigenflächen zunahm.

Mit 57 Prozent fließt übrigens der bei weitem größte Teil der Werbegelder bei Facebook in Facebook Feeds. Andere große Bereiche sind Instagram Feeds sowie Instagram Stories. Das Instagram-Publikum der 50 Top-Marken hat im Jahresvergleich um 10,3 Prozent zugelegt, womit die Audiences nun etwa 40 Prozent größer sind als die bei Facebook. "Das Wachstum, das wir bei Facebook und Instagram sehen, ist ein klarer Indikator dafür, dass Marken große Gewinne erzielen, wenn sie sich auf Social-Media-Plattformen verlassen, um die Lücke in der Customer Experience zu schließen, die sich durch die Einschränkungen im Alltag im Jahr 2020 vergrößert hat", kommentiert Ben-Itzhak. 

Live Commerce als Gewinner 

Als größten neuen Trend bei Social Media sieht Socialbakers den Bereich des Live Commerce. Dieser habe stark durch die Corona-Pandemie profitiert, weil Konsumenten ihr Einkaufsverhalten hätten ändern müssen. Das Rundumpaket von der Live-Vorstellung eines Produkts im Video über den Austausch mit den Konsumenten bis hin zum Kauf entspricht voll dem Zeitgeist. Gleiches lässt sich, so der Report, vom Influencer Marketing zumindest derzeit nicht behaupten, denn die Anzahl der Anzeigen in Influencer-Posts sank im Vorjahresvergleich um stattliche 14,9 Prozent. Zwar war auch hier über die Weihnachtstage ein starker Anstieg zu verzeichnen, doch danach ging es umso steiler bergab.