Wer sich für eines der Angebote registriert, kann alle Vorteile des Netzwerks vollumfänglich nutzen. Aber auch wer das noch nicht getan hat, kann sich zum Beispiel gemischte Playlisten aus beiden Angeboten zusammenstellen. Empfohlene und personalisierte Inhalte werden dort abgespielt, wo der Nutzer oder die Nutzerin sich gerade aufhält. Auf diesem Weg lassen sich künftig also auch ARD-Videos in der ZDF-Mediathek und ZDF-Inhalte bei der ARD abspielen.

Für den Aufbau des Streaming-Netzwerks gehen ARD und ZDF eine umfangreiche technologische Partnerschaft ein – der gemeinsamen Standort beider Mediatheken in Mainz macht dies einfacher. Anpassungen an der jeweiligen Benutzeroberfläche und am Design wird es geben. Auch im Bereich des Datenschutzes wollen sich beide Mediatheken enger verzahnen: Künftig wird es nur noch ein gemeinsames Nutzerkonto pro Nutzer geben.

Bis das Angebot komplett steht, wird es allerdings noch etwas dauern: Das Streaming-Netzwerk wird in den kommenden Jahren schrittweise aufgebaut. Es soll darüber hinaus weiteren öffentlich-rechtlichen Angeboten die Möglichkeit geben, sich zu beteiligen. Zuletzt hatten beide Mediatheken bereits die Inhalte des jungen Angebotes Funk sowie von Arte in ihre Mediatheken integriert.



Manuela Pauker
Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde