Zwei Spiele mehr

Die Faszination des DFB-Pokals ergebe sich aus dem traditionellen Wettbewerb und dem einfachen Modus 'Gewinner bleibt'. "Mit der neuen Ausschreibung der Medienrechte wollen wir die Grundlage schaffen, dass alle Fans auf den unterschiedlichen Medienplattformen auch künftig unvergessliche David-gegen-Goliath-Momente des DFB-Pokals erleben können", so Blask weiter. Die neuen Rechtepakete sollen aber natürlich auch die Einnahmen steigern, die derzeit auf rund 55 Millionen Euro pro Saison geschätzt werden. Dank eines umgebauten Spielplans gibt es künftig weniger parallele Spiele, was dann mehr Live-Sendetermine ermöglicht.

Ob nun im Free- oder Pay-TV: Ab der Saison 2022/2023 wird es 15 TV-Topspiele pro Saison geben, zwei mehr als bisher. Zu den beiden zusätzlichen Übertragungen kommt es, da der deutsche Supercup künftig am Wochenende der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals ausgespielt werden soll. Die beiden Supercup-Teilnehmer werden weiterhin an der ersten DFB-Pokalhauptrunde teilnehmen; sie bestreiten ihre Spiele an einem Dienstag und Mittwoch im September.

Die Pause verkürzt sich

Das Viertfinale wird zudem zeitlich entzerrt: Die vier Begegnungen in der Runde der letzten acht Mannschaften werden an vier verschiedenen Tagen um 20.45 Uhr angepfiffen. Bisher wurden sie an zwei Tagen durchgeführt. Gleichzeitig erhält der Spielplan des DFB-Pokals eine neue Grundstruktur, indem je drei Spieltage vor und nach der Winterpause angesetzt werden sollen. Dadurch verkürzt sich die bisher bis zu drei Monate lange Pause zwischen zweiter Runde und Achtelfinale. Ausnahme: Aufgrund der Winter-WM in Katar werden in der Saison 2022/2023 voraussichtlich nur zwei Runden vor dem Jahreswechsel absolviert werden können.

Blask will die Spiele kümftig darüber hinaus mit Mehrwert versehen: "Wir werden, neben einem weiteren Ausbau der Produktionsqualität, künftig Spieldaten erheben und integrieren und haben die Rechtepakete unter anderem durch non-lineare Clipangebote angereichert, so dass jedes Mediennutzungsverhalten - live, zeitversetzt oder auf Abruf - berücksichtigt werden kann."

Wer um die neuen Rechtepakete mitbieten will, hat nun bis 14. Mai Zeit, sich zu registrieren. Das Vergabeverfahren findet voraussichtlich vom 15. bis 21. Juli statt.



Manuela Pauker
Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde