Die Auswertung zeigt außerdem, dass Abo-Verkäufe weniger stark einbrechen wie Einzelverkäufe. Ebenfalls ist ein titelübergreifender Trend zum E-Paper zu erkennen: die Auflage steigt bei den Zeitschriften um rund 20 Prozent. 

Verlust mit Sondereffekt

Die Bilanz der überregionalen Zeitungen ist ebenfalls durchwachsen: So büßen die Springer-Titel Bild, Welt und Bild am Sonntag bei der harten Auflage über zehn Prozent ein. Eine Zahl, die allerdings noch durch einen Sondereffekt etwas verfälscht wird: Bis Ende 2018 war der Titel Fußball Bild noch auf dem Markt, der der Gesamtauflage zugerechnet wurde und so für höhere Zahlen im Gesamtverkauf der Marke Bild sorgte. Erst im ersten Quartal 2020 wird dieser Effekt nicht mehr spürbar sein.

Besser sieht es bei den Wochenzeitungen aus. Etwa bei der Zeit - sie verdankt ihr leichtes Plus von 0,4 Prozent vor allem dem Aufwärtstrend ihrer digitalen Abos. Auch die Welt am Sonntag verzeichnet ein kräftiges Wachstum (+8,7 Prozent). 



Autor: Maximilian Flaig

studierte Amerikanistik in München, volontierte bei W&V und schrieb währenddessen auch für die Süddeutsche Zeitung. Der gebürtige Kölner betreut die Themenbereiche Marketing Tech, digitale Geschäftsmodelle und SEO/SEA.