Dass die Strategie aber genauso gut auch aufgehen kann, zeigt eine Erfahrung aus dem Jahr 2017. Damals waren zwei Wochen lang 3.500 Plakatflächen nicht belegt, weil ein Vertrag mit einer Werbefirma ausgelaufen und ein neuer noch nicht in Kraft war. Viele Leute fingen an, auf die weißen Flächen zu malen oder Sprüche darauf zu schreiben. So entstanden richtige Kunstwerke.

Auch in anderen Städten regt sich Kritik gegen Werbung im öffentlichen Stadtbild. In Berlin wurde schon im Juni 2017 ein Gesetzentwurf zur Regulierung der Werbung eingereicht, den das Land Berlin aber im vergangenen Jahr als unzulässig zurückwies, meldet Fashion United. In São Paulo gibt es seit 2007 ein Verbot für Außenwerbung. Und im französischen Grenoble wurden über 300 Werbeträger in der Stadt durch Bäume ersetzt.



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Autor: W&V Redaktion

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