Offen bleibt unter anderem die Frage, wie mit bereits beschlossenen Transfers zum 1. Juli oder am 30. Juni auslaufenden Verträgen verfahren wird. Hierzu berät sich derzeit eine Arbeitsgruppe des zuständigen Weltverbands FIFA.

Zuletzt waren die ursprünglich Ende Mai geplanten Endspiele in der Champions League und Europa League wegen der Coronavirus-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Das Finale in der Königsklasse sollte ursprünglich am 30. Mai in Istanbul steigen, das Endspiel in der Europa League am 27. Mai in Danzig. Von der Verlegung ist auch die Champions League der Frauen betroffen, wo der Sieger am 24. Mai in Wien ermittelt werden sollte.

Am Dienstag hatte auch der deutsche Spitzenfußball seine Zwangspause verlängert. Die Clubs der Bundesligen stimmten einem Vorschlag des Präsidiums der Deutschen Fußball Liga zu, den Spielbetrieb mindestens bis zum 30. April auszusetzen.

Dabei gibt es zur Rettung der Saison in der historischen Krise des Weltfußballs offenbar keine Tabus mehr. Auf die Frage nach möglichen Partien der Champions League am Samstag hatte Christian Seifert zumindest nicht ablehnend reagiert. "Wir sprechen sehr viel über Solidarität in Deutschland. Es wird auch in Europa einer gewissen Solidarität bedürfen, dass wir uns gemeinsam darauf verständigen, uns aus der Patsche zu helfen", sagte der DFL-Chef.

Wegen der Corona-Krise sind alle europäischen Club-Wettbewerbe derzeit ausgesetzt. In der Champions League müssen noch vier Achtelfinal-Rückspiele gespielt werden, in der Europa League konnten nur sechs von acht Achtelfinal-Hinspielen stattfinden. Insgesamt fünf deutsche Vereine sind von den Verschiebungen betroffen: Der FC Bayern hatte sein Hinspiel in der Königsklasse beim FC Chelsea mit 3:0 gewonnen. RB Leipzig steht unter den acht besten Teams des Kontinents. Borussia Dortmund scheiterte an Paris Saint-Germain. In der Europa League stehen für Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt und den VfL Wolfsburg noch jeweils ihre zweiten Achtelfinals aus.