Wann der Streamingdienst in Europa gelauncht wird, ist derzeit noch unklar. Auszugehen ist jedoch davon, dass der Start in Deutschland, Großbritannien und Italien über Sky erfolgen dürfte, nachdem Comcast 2018 die Pay-TV-Plattform für rund 34 Milliarden Euro übernommen hat.

Umfangreiche Film- und Serien-Bibliothek

Inhaltlich kann es Peacock durchaus mit Netflix und Disney+ aufnehmen. Denn zur Mutter NBCU gehören nicht nur das TV-Network NBC, sondern auch die Hollywood-Studios Universal Pictures und Dreamworks Animation sowie die Produktionsfirma Focus Features, die künftig auch exklusiven Content für Peacock produzieren werden.

Zu den Klassikern des Konzerns gehören beispielsweise populäre Serien wie "Cheers", "Downton Abbey", "Frasier", "House", "King of Queens" oder "Monk" und in der Film-Bibliothek finden sich Titel wie "A Beautiful Mind", "Casino", "Erin Brockovich", "E.T." oder "Shrek".

Der Name "Peacock", den NBCU für seinen Streamingdienst wählte, ist übrigens eine Referenz an die frühen Zeiten des Fernsehens. Damaliger Eigner des TV-Networks NBC war der Elektronikhersteller RCA. Das Logo mit den stilisierten, verschiedenfarbigen Pfauenfedern war in den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts entwickelt worden, um für das damals neue Farbfernsehen zu werben und zugleich den Verkauf der RCA-Farbfernseher anzukurbeln.



Franz Scheele
Autor: Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.