Mehr Buchungen in allen Bereichen

Die Buchungen der Kunden beschleunigten sich laut Ströer in allen Segmenten, besonders aber im Bereich der Außenwerbung (Out of Home OOH). Hier zog das Geschäft um rund die Hälfte an. Insbesondere große nationale Kunden hätten Vermarktungskampagnen wieder aufgenommen. Vor allem die Außenwerbung litt bisher in der Pandemie unter gekürzten Werbebudgets.

In vielen Bahnhöfen und auch im übrigen Personennahverkehr war unter anderem wegen verstärkter Heimarbeit das Fahrgastaufkommen deutlich niedriger als vor der Krise. Die Plakatflächen und Bildschirme von Ströer waren damit weniger gefragt, auch im ersten Quartal dieses Jahres sank der Umsatz in der Sparte fast um die Hälfte. Doch inzwischen verkauft sich auch Onlinewerbung wieder besser. Sowohl eigene Portale des Konzerns wie auch das Drittgeschäft liefen im zweiten Quartal besser als zuletzt vom Vorstand um Gründer und Co-Chef Udo Müller gedacht. Das Statistikportal Statista wuchs mit 50 Prozent ebenfalls stärker als erwartet. 

Gute Aussichten für das zweite Halbjahr 

Das Ströer-Management rechnet nun mit einer fortgesetzt positiven Entwicklung auch im zweiten Halbjahr. Für das Gesamtjahr geht der Konzern nun von einem Umsatz von 1,6 Milliarden Euro aus und damit in etwa so viel wie 2019. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erwarten die Kölner zwischen 490 und 510 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr war der Wert von 570 auf 465 Millionen Euro abgesackt. Von Bloomberg erfasste Experten gingen im Schnitt für 2021 aber bereits von etwas mehr aus.

Konkrete Zahlenprognosen hatten die Werbespezialisten für das Gesamtjahr angesichts der Unwägbarkeiten bisher gescheut, das Geschäft sollte sich aber im Tagesgeschäft weitgehend auf dem Niveau von 2019 bewegen. Die finalen Zahlen zum zweiten Vierteljahr legt Ströer am 17. August vor. (dpa/st)



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Autor: W&V Redaktion

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