Nicht nur die sehr wahrscheinlich derzeit steigenden Hörerzahlen dürften den Radiosendern Hoffnung machen. Radio ist das Abverkaufsmedium schlechthin – und damit das Medium der Wahl für den Lebensmitteleinzelhandel.

Der LEH hat bereits signalisiert, von der Präsenz im Radio mehr denn je überzeugt zu sein. Der Blick in die Zahlen von W&V Data, basierend auf den Erhebungen von Nielsen, zeigt, dass der LEH insgesamt in den Monaten Januar und Februar seine Investitionen in Radiowerbung um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöht hat auf 49,8 Millionen Euro brutto.

Die Steigerung liegt sogar über dem Gesamtschnitt des LEH, wo in den ersten beiden Monaten 2020 die Werbevolumina kulminiert um 2,4 Prozent auf 381,83 Millionen Euro angehoben wurden. Hinter dem Push für Radio stehen Händler wie Rewe, Netto, Kaufland oder Real. Nicht alle Lebensmitteleinzelhändler haben sich zum Jahresstart für mehr Radio erwärmt, wie die untenstehende Auswertung aus W&V Data darlegt.

Marken-Neupositionierung in der Coronakrise

Ob die Einstufung des LEH als systemrelevant sich in erhöhtem Werbeaufkommen zeigt, wird erst mit der Auswertung für März deutlich, die in W&V Data ab Mitte April abrufbar ist. Eine Orientierung gibt jedenfalls der Verlauf der Werbekurve von 2019. Danach bewegen sich die Radiospendings Richtung Mai kontinuierlich weiter nach oben. Fazit von Grit Leithäuser, Geschäftsführerin der Radiozentrale: „Radio bietet den Menschen in all seinen Facetten einen echten Mehrwert, in dem auch die Werbebotschaften von Marken, die sich in Zeiten der Coronakrise neu positionieren, ein besonderes Gehör finden. Vor allem vor dem Hintergrund, dass das Konsumverhalten trotz Krise überwiegend stabil bleibt.“


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Autor: Christiane Treckmann

Als Redaktionsleiterin von W&V verantwortet Christiane Treckmann die redaktionelle Begleitung von W&V Data, die W&V Reports sowie diverse Sonderprodukte. Ihr Motto: Nutzwert statt Buzzword-Bingo. Ihre Interessen: Menschen, Marken, Medien - analog wie digital.