Generation Z:
YouTube optimaler nutzen in drei Schritten

YouTube ermöglicht es Marken, Zielgruppen zu erreichen, die sonst nicht zu finden sind. Doch um die jungen Zielgruppen dort richtig anzusprechen, muss man verstehen, wie die Plattform funktioniert.

Text: W&V Gastautor

Großes Potenzial bei der Gen Z: YouTube
Großes Potenzial bei der Gen Z: YouTube

YouTube ermöglicht es Marken, Zielgruppen zu erreichen, die sonst nicht zu finden sind. Doch um Reichweite zu erlangen und dadurch die Markenbekanntheit bei Millenials zu steigern, die mit Hilfe von YouTube auch zu Soft Leads und einer Steigerung der Werbeeinnahmen führen kann, ist es wichtig zu verstehen, wie die Plattform funktioniert. YouTube belohnt mehr als jede andere Plattform Inhalte, die Watch Time generieren. Grund dafür sind die Bemühungen von YouTube die allgemeine Verweildauer der Nutzer:innen auf der Plattform zu verlängern. Content und Kanäle, die am meisten dazu beitragen, werden in den Suchergebnissen und Empfehlungen höher gerankt und letztendlich von der Zielgruppe häufiger konsumiert. Folgende strategische Schritte können Marken dabei helfen, YouTube innerhalb einer Domäne zu dominieren und Nutzer:innen in Kunden zu konvertieren.
 
Phase 1: Kurzfristig
Ziel in dieser Phase ist es, mehr Reichweite durch die Optimierung des existierenden Contents auf YouTube zu generieren. Die Idee dahinter ist, zu Beginn keine zusätzlichen Kosten zu verursachen und die Werbeeinnahmen zu maximieren.
Mit der Optimierung des bestehenden Contents kann dieser besser an den YouTube-Algorithmus angepasst werden. Bei der Auswahl des zu optimierenden Contents sollte sich zunächst auf Themen konzentriert werden, die für die Zielgruppe relevant und „trending“ sind. Die Einstellungen für bestehende Anzeigen auf der Plattform sollten anhand der für die Zielgruppe wichtigen Kriterien ebenfalls angepasst werden.
 
Phase 2: Mittelfristig
In der folgenden Phase soll eine loyale Fanbase unter der Zielgruppe geschaffen werden. Diese soll durch den auf die Zielgruppe zugeschnittenen Content auf die eigenen Plattformen einer Marke, beispielsweise einer Zeitung oder eines Fernsehsenders, geleitet werden.
 
Eine Möglichkeit dieses Ziel zu erreichen ist die Option, Premium Sales Partner von YouTube zu werden. Diese Funktion ermöglicht es einer Marke das eigene Inventar zu verkaufen, Werbekunden von YouTube wird somit der Zugang zu einem breiteren Publikum ermöglicht. Das führt zu höheren Ausführungsraten und einer Erzielung höherer CPMs.
 
Durch die volle Ausnutzung aller möglichen YouTube Features (i-Cards, Community Posts, detaillierte Beschreibungen der Videos etc.), kann die Zielgruppe direkt auf die eigenen Plattformen einer Marke geleitet werden. Wenn ein Thema interessant und passend für die Zielgruppe aufbereitet ist, klicken die Nutzer:innen instinktiv auf Verlinkungen und werden so beispielsweise zur Homepage einer Tageszeitung weitergeleitet.
 
Letztlich besteht in dieser Phase die Möglichkeit, speziell für YouTube und die Zielgruppe native Inhalte zu produzieren. Diese können mit der passenden Betitelung, Sequenzierung und unter Berücksichtigung der relevanten Themen, Inhalte und Botschaften von Marken attraktiv für die Zielgruppe gestalten.
 
Phase 3: Langfristig
Im letzten Schritt kann die aktive Zielgruppe auf YouTube zu Kunden der Marke konvertiert werden. Das kann im Fall eines traditionellen Mediums beispielsweise dazu führen, dass Nutzer:innen Newsletter abonnieren und somit zu Soft Leads für Premium Inhalte werden.
 
Hard Leads: Um die bestehenden Nutzer:innen auf kostenpflichtige Inhalte einer Marke hinzuweisen, kann die klassische Anzeigenschaltung auf YouTube zielführend sein.
Soft Leads: Zusätzlich können Nutzer:innen am Ende eines Videos, auf weitere, zunächst kostenfreie, Inhalte einer Marke hingewiesen werden. Ein solches Format kann beispielsweise ein Video Newsletter sein, bei dem die Nutzer:innen weiter auf sie zugeschnitten Content angeboten bekommen. Das Ziel eines solchen Formats ist es, die Nutzer:innen langfristig in loyale Kunden zu konvertieren.
 
Wie die oben genannten Schritte und Erfolge in der Praxis für ein traditionelles Medium aussehen können, zeigt die niederländische Zeitung De Telegraaf.
Durch Anpassung des Contents konnte die Zielgruppe der Millenials erfolgreich angesprochen werden. Im Jahr 2019 hatte De Telegraaf insgesamt 343 Millionen Aufrufe auf YouTube, 67 Prozent davon entfielen auf die Zielgruppe der unter 35-jährigen. Somit konnte das Medium in diesem Jahr 230 Millionen Aufrufe aus dieser Zielgruppe verzeichnen.

Autor
Frank de Wit: Co-Founder des Creative Studios von Team5pm



Autor: W&V Gastautor

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