Neues Format :
RTL forciert Klima-Berichterstattung

Der Privatsender stärkt nicht nur seine News-Formate, sondern führt auch eine neue Sendung ein, in der es zweimal in der Woche um Berichte und Reportagen rund um den Klimawandel gehen soll. Start ist am 8. Juli.

Text: Deutsche Presse-Agentur

Christian Häckl und Bernd Fuchs präsentieren das neue Format.
Christian Häckl und Bernd Fuchs präsentieren das neue Format.

Der Privatsender RTL baut seine Berichterstattung über den Klimawandel aus. Am 8. Juli startet das Format "Klima Update", das zunächst jeweils donnerstags und samstags im Anschluss an das RTL Aktuell Wetter um kurz nach 19 Uhr läuft, wie RTL in Köln ankündigte. Dabei soll es unter anderem um Erklärungen zu verschiedenen Klimaphänomenen wie dem Treibhauseffekt gehen.

Moderiert wird die Sendung von Christian Häckl und Bernd Fuchs. Den beiden geht es nicht nur um tagesaktuelle, relevante Informationen, sondern auch um Einordnung. Außerdem werden die Moderatoren auch vor Ort sein - etwa auf einem Gletscher oder im Klimahaus in Bremerhaven..

Das Format entsteht nach RTL-Angaben in Partnerschaft mit der Zeitschrift "Geo". Zudem ist auch die im August 2020 gegründete Initiative "Klima vor acht" beteiligt, die dafür wirbt, regelmäßige und wissenschaftlich fundierte Klimaberichterstattung im TV anzubieten.

Eine RTL-Sprecherin betonte auf dpa-Anfrage: "Die redaktionelle Verantwortung liegt bei RTL. Mit der Zeitschrift und der Initiative werde man 'in einem konstruktiven Austausch die Themen' inhaltlich besprechen. "Geo" gehört zum Hamburger Verlag Gruner + Jahr. Das Medienhaus ist Teil des Bertelsmann-Konzerns, der zugleich auch die Mehrheit der Anteile an der RTL-Group hält.

Der Chefredakteur Nachrichten der RTL News, Gerhard Kohlenbach, sagte: "Mit dem «Klima Update» wollen wir weiter das Bewusstsein für das Klima stärken und möglichst viele Menschen erreichen."

Im März war bekanntgeworden, dass die Initiative einen Brief an die ARD mit der Forderung richtete, täglich zur besten Sendezeit Klimaberichterstattung anzubieten. RTL hatte kurz darauf den Impuls der Vereinigung aufgegriffen und ein neues regelmäßiges Format in Aussicht gestellt.

Im April hatte der ARD-Sender Das Erste unabhängig von dem Brief bekannt gemacht, seine Klimaberichterstattung auszubauen. Ab Ende Juni werde zum Beispiel in 26 Folgen der beiden bestehenden Formate "Wissen vor acht - Natur" und "Wissen vor acht - Zukunft", in denen um 19.45 Uhr montags und dienstags über Wissenschaftsthemen berichtet wird, der Schwerpunkt auf Klimawandel und Nachhaltigkeit gelegt.

Zudem war damals auch bekanntgeworden, dass es in der Zwischenzeit Kontakt zwischen der ARD und der Initiative gegeben hatte.

Anfang Juni wiederum betonte ZDF-Intendant Thomas Bellut mit Blick auf die Forderung der Initiative an die ARD die Rolle und Bedeutung der Redaktion. "Die Journalistinnen und Journalisten bestimmen, welche Themen gesetzt werden. Das ist das Prinzip der freien und offenen Medien", sagte er in einer Gesprächsrunde bei den Medientagen Mitteldeutschland. Er finde es falsch, so etwas vorzugeben. "Denn damit macht man auch Politik. Ist das unsere Aufgabe? Nein."


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