Zukunft des Shoppings:
"Connected Shopping": Online und Offline verschmelzen

Studie von Snap und Foresight Factory: 73 Prozent der Millennials ziehen in Erwägung, virtuelle Produkte zu kaufen. Gleichzeitig geben 44 Prozent an, seit der Pandemie lokale Geschäfte stärker zu unterstützen.

Text: Markus Weber

52 Prozent der Retouren im deutschen Online-Modehandel könnten durch den Einsatz von AR vermieden werden.
52 Prozent der Retouren im deutschen Online-Modehandel könnten durch den Einsatz von AR vermieden werden.

Eine von Foresight Factory und Snap unter 20.000 Verbraucher:innen weltweit durchgeführte Umfrage belegt das zunehmende Ineinandergreifen von Online- und Offline-Shoppingwelt. Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung maßgeblich mit befeuert.

In Deutschland geben drei von zehn befragten Generation Z und Millennials an, dass sie lieber AR-Technologie nutzen würden, um Kleidung virtuell anzuprobieren als sich real in einer Umkleidekabine umzuziehen. 74 Prozent der Generation Z und 73 Prozent der Millennials würden in Erwägung ziehen, ein virtuelles Produkt zu kaufen. Drei von zehn Befragten würden sich dennoch auf den Weg machen, um in ein Geschäft zu gehen, wenn es dort interaktive, virtuelle Dienste wie zum Beispiel einen intelligenten Spiegel gäbe, mit dem sie Kleidung oder Make-up anprobieren könnten.

44 Prozent der deutschen Millennials geben an, seit Beginn der Pandemie lokale Geschäfte stärker zu unterstützen. Unter Snapchatter:innen steigt dieser Anteil sogar noch weiter auf 51 Prozent. 52 Prozent der Generation Z vermisste während der Pandemie die sozialen und taktilen Momente des Shopping-Erlebnisses.

Jede:r Fünfte in der Generation Z würde den Weg ins Geschäft auf sich nehmen, wenn dort Expert:innen für eine Beratung zur Verfügung stünden. 48 Prozent geben an, seit der Pandemie deutlich mehr Fotos und Screenshots von Produkten mit Freunden und Familie zu teilen. Jede:r zweite Generation-Z- und Millennial-Käufer:in nutzt primär das Mobiltelefon für den Produktkauf. Fast ebenso viele geben an, nie ohne Smartphone einkaufen zu gehen.

"Die Verbraucher:innen zeigen trotz der Bequemlichkeit und dem Engagement beim Online-Shopping ein klares Verlangen nach menschlicher Interaktion, die mit persönlichem Einkaufen einhergeht", sagt Foresight-Factory-CEO Meabh Quoirin. "Shopper:innen wollen das Beste aus beiden Welten. Marken, die das soziale Erlebnis des Einkaufens mit der Effizienz des Online-Handels verbinden können, werden davon profitieren - vor allem bei der Gen Z und den Millennials", resümiert Snap-Deutschlandchef Götz Trillhaas.



Markus Weber, Redakteur W&V
Autor: Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.


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