Social Shopping:
Männer vertrauen Influencern mehr als Frauen

Wer hätte das gedacht: Wenn es ein Influencer es ihnen empfiehlt, würden Männer beim Social Shopping deutlich mehr Geld für ein ungesehenes Produkt ausgeben als Frauen, zeigt eine neue Umfrage.

Text: Julia Gundelach

Wer gibt mehr für Produkte aus, die Influencer bewerben?
Wer gibt mehr für Produkte aus, die Influencer bewerben?

Ein Influencer hält in seiner neuesten Story ein Produkt in die Kamera, das uns gefällt - mit ein paar Klicks landet es im Einkaufswagen. Dabei sind Männer deutlich kaufwilliger als Frauen, zeigt eine neue Umfrage der Influencer-Marketing-Plattform GRIN, für die 1.000 US-amerikanische Nutzer:innen sozialer Medien im Alter ab 16 Jahren befragt wurden. Es zeigte sich: Männliche Käufer sind bereit, beim Online-Shopping in sozialen Medien spontan viel mehr Geld für ein ungesehenes Produkt auszugeben als weibliche, wenn ein Influencer es ihnen dort empfiehlt. Demnach setzen Männer größeres Vertrauen in die Authentizität der Influencer

Männer geben mehr aus

Konkret: Die Hälfte der Frauen würde nicht mehr als 50 Dollar für ein ungesehenes Produkt ausgeben, das von einem Influencer ihres Vertrauens beworben wird. Bei den Männern äußerten fast 70 Prozent, dass sie in diesem Fall mehr als 50 Dollar für ein Produkt zahlen würden. Und während 80 Prozent der Männer wahrscheinlich Ware aufgrund von Influencer-Werbung kaufen würden, sind es bei den Frauen nur 70 Prozent.
Mehr als ein Viertel der Männer vertrauen Influencern absolut und kaufen alles, was diese empfehlen. Bei den Frauen sind es nur zehn Prozent. Weiteres Ergebnis: Männer folgen mit 15 Prozent eher prominenten Influencern als Frauen (sieben Prozent). Mehr als die Hälfe der Frauen folgen lieber "normalen" Influencern, mit deren Lifestyle sie sich identifizieren können, was nur auf knapp 40 Prozent der Männer zutrifft.



Autor: Julia Gundelach

ist freie Autorin mit Schwerpunkt Specials. Daher schreibt sie Woche für Woche über neue spannende Marketing- und Medien-Themen. Dem Verlag W&V ist sie schon lange treu – nämlich seit ihrem Praktikum bei media & marketing in 2002, später als Redakteurin der W&V.


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