Etatgewinn:
Basketball-Bundesliga macht in HipHop

Der Profibasketball sucht Nachwuchs. Um junge Leute zu begeistern, verpflichtet die easyCredit Basketball Bundesliga die auf HipHop spezialisierte Agentur The Ambition aus Düsseldorf.

Text: Conrad Breyer

Die easyCredit BBL ist die erste deutsche Profiliga, die auf Cultural Marketing setzt.
Die easyCredit BBL ist die erste deutsche Profiliga, die auf Cultural Marketing setzt.

Neuer Kunde für The Ambition. Die auf HipHop spezialisierte Agentur in Düsseldorf meldet ihren ersten Etat. Die easyCredit Basketball Bundesliga lässt sich von den Düsseldorfer:innen ihre Marke neu aufsetzen. Die Liga will nämlich wachsen.

"Basketball und Hiphop-Kultur sind seit jeher eng miteinander verwoben", sagt Sebastiano Provenzano, Leiter Strategisches Marketing des Kunden, das Potenzial sei daher enorm. "In keiner anderen Sportart ist die Symbiose zwischen einem kulturellen Stil und dem Sport so authentisch und stark ausgeprägt."

Um dieses Potential auszuschöpfen und gerade junge, Lifestyle-interessierte Menschen für die Bundesliga zu gewinnen, setzen Kunde und Agentur auf Kooperationen mit Akteur:innen aus der Hiphop-Kultur. Die easyCredit Basketball Bundesliga wird damit zur ersten deutschen Profiliga, die auf Cultural Marketing setzt. 

Glaubwürdige Interaktion

"Populäre Kultur setzt Trends, prägt Bildästhetiken und unsere Sprache. HipHop-Kultur ist der Raum, in dem Jugend definiert, was als cool gilt. Ihre Definition prägt die gesamte Gesellschaft. Diesen Hebel werden wir zukünftig für die easyCredit BBL in Bewegung setzen, um ihr die Aufmerksamkeit und Stellung zu verschaffen, die der Profibasketball in Deutschland verdient", sagt Phillip Böndel, CEO von The Ambitoin.

In einem ersten Schritt hat die Liga ihren Markenkern ("Sporttainment") definiert und festgestellt, dass "Basketball-Lifestyle" die Marke prägt. Sie mache den Unterschied. So will die easyCredit Basketball Bundesliga ihre popkulturelle Strahlkraft in den kommenden Jahren steigern. Dafür erweitert The Ambition die Corporate Identity der Liga in einem "Culture Identity Guide" um soziokulturelle und formalästhetische Aspekte der HipHop-Kultur. Auf dieser Basis erfolgt dann die Ausarbeitung eines "Culture Playbooks", das Maßnahmen für die kommenden Spielzeiten präsentiert.

"Wenn man Teil einer Kultur werden möchte, helfen vereinzelte Aktionen nicht. Menschen durchschauen, ob jemand ein ehrliches Interesse hat oder Alibi-Marketing betreibt", sagt Tobias Kargoll, Chief Cultural Officer von The Ambition. Seine Agentur wolle dafür sorgen, dass der neue Auftritt der easyCredit Basketball Bundesliga glaubwürdig wirkt.



Conrad Breyer, W&V
Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er interessiert sich für alles, was Werber:innen unter den Nägeln brennt, in Beratung, Strategie und Kreation. Besonders innovative Agenturmodelle haben es ihm angetan. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine. Vielleicht ist er deshalb auch Diversity-Beauftragter der SWMH geworden, der die W&V angehört.


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