Kurzvideos:
Collab: Facebook bringt neue Musik-App raus

Facebooks Versuchsteam hat in den USA Collab breit gestartet, eine Musik-App, die im Frühjahr zunächst nur auf Einladung in der Beta-Version getestet wurde. Damit bekommt TikTok einen neuen Konkurrenten.

Text: Nadia Riaz

Mit Facebooks neuer App Collab lassen sich Musikvideos in Kurzform erstellen und bis zu drei Videos kombinieren.
Mit Facebooks neuer App Collab lassen sich Musikvideos in Kurzform erstellen und bis zu drei Videos kombinieren.

Facebooks neue Musik-App Collab ist derzeit nur in den USA erhältlich. Mit dieser App können Nutzer kurze Musikvideos erstellen, indem sie bis zu drei unabhängige Clips kombinieren und synchronisieren. So könnten beispielsweise drei Musiker jeweils einen anderen Teil eines Songs spielen und sie am Ende zu einem Video zusammenstellen. Jedes erstellte Video wird zusätzlich in einem öffentlichen "Collab"-Feed veröffentlicht.

"Musikalische Erfahrung ist nicht nötig", schreibt Facebook in seinem Blogbeitrag. Die zusammengestellten Videos können am Ende gespeichert und Plattform-übergreifend ausgespielt werden.

Neue Konkurrenz für TikTok

Mit der Match-Funktion von Collab unterscheidet sich die App von TikTok, wobei es dort auch die "Duett"-Funktion gibt. Das heißt, fremder Content darf ohne Zustimmung des Erstellers genutzt werden.

Collab ist auch ähnlich wie TikTok aufgebaut: Beim Öffnen der App landet man sofort in einem Feed von Videos, in diesem Falle Collabs. Jede Collab enthält drei unabhängige 15-Sekunden-Videos, die synchron abgespielt werden. Technisches Know-how ist nicht notwendig,  um Collab zu nutzen. Die App automatisiert die Komplexität der Audio- und Videosynchronisierung.

"Auf dem Weg in eine beispiellose Weihnachtszeit - eine Zeit, in der viele nicht mehr so ​​mit Familie und Freunden feiern können wie früher, hoffen wir, dass Collab eine Möglichkeit für Menschen sein kann, sich über die universelle Sprache der Musik zu verbinden", schreibt Facebook.



Autor: Nadia Riaz

volontierte bei W&V und Kontakter, war anschließend Redakteurin bei LEAD, wo sie ihre Begeisterung für Digital- und Tech-Themen entdeckte. Nadia hat München für Hamburg ausgetauscht und schreibt jetzt als freie Autorin für W&V am liebsten über Blockchain und KI.


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