Augmented Reality:
Google lässt Kosmetik virtuell testen

Google baut das Nutzererlebnis bei seiner Produktsuche aus. Wer nach dekorativer Kosmetik sucht, kann diese auch gleich ausprobieren. Augmented Reality innerhalb der Suche macht es möglich.

Text: W&V Redaktion

Google integriert AR für Kosmetikprodukte in seine Suche
Google integriert AR für Kosmetikprodukte in seine Suche

Der Internet-Riese Google will Beratungsdienstleistungen stationärer Geschäfte verstärkt auch online anbieten. Ein erstes Feature sind virtuelle Testmöglichkeiten dekorativer Kosmetik wie Lidschatten oder Lippenstift. Zusammen mit ModiFace und Perfect Corp hat Google einen Augmented-Reality-Service entwickelt, der es Kundinnen erlaubt, beispielsweise nach "Mac Powder Kiss Lipstick" suchen und dann in der Google App jede Nuance der Kollektion wahlweise an Models verschiedener Hautfarben oder im AR-Modus auf dem eigenen Gesicht testen. Zu den Marken, die bereits integriert sind, zählen L'Oréal, Mac Cosmetics, Black Opal und Charlotte Tilbury. Laut Techcrunch bezahlen die involvierten Unternehmen Google nicht, um ihre Produkte in der AR-Suche zu platzieren. Stattdessen sei das längerfristige Ziel, die E-Commerce-Plattform Google Shopping zu stärken, über die die Make-up-Einkäufe laufen.

Wer noch nicht genau weiß, welcher Lippenstift das richtige ist, kann sich mithilfe von Google Shopping oder dem Entdecke-Feed in der Google-App auch inspirieren lassen. Dort präsentieren Beauty-, Mode-, Einrichtungs- oder Gartenfans und Experten ihre Lieblingsprodukte. Wer sich für ein Produkt näher interessiert, erfährt direkt von den Experten, warum sie dieses Produkt mögen und wie sie es verwenden. Haben die Kunden ein Produkt gefunden, das ihnen gefällt, können sie es einfach bestellen. Die neue Funktion basiert auf der Arbeit von Shoploop, früher Teil des hauseigenen Google-Inkubators Area 120.

Google experimentiert seit Mai 2019 mit der Integration von AR-Objekten von häufig gesuchten Begriffen in die eigene Suchmaschine. Angefangen hat es mit Tieren, später kamen Planeten hinzu, zuletzt gab es eine AR-Version von Baby-Yoda. Googelt man die entsprechenden Begriffe, wird in den Suchergebnissen an prominenter Stelle ein 3D-Modell angezeigt, das sich per Augmented Reality ins eigene Wohnzimmer holen lässt, animiert und in Originalgröße.



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