Healthcare:
Die fünf Grundregeln der Produktentwicklung

Kunden kennen, Roadmap, Testen: Unser Gastautor vom eHealth Start-up Probando hat fünf Schritte definiert, wie Markenartikler aus dem Pharmabereich in der Produktentwicklung weiterkommen.

Text: W&V Gastautor

Wie gelingt die Produktentwicklung im Healthcare-Bereich?
Wie gelingt die Produktentwicklung im Healthcare-Bereich?

Auf dem Weg zum Erfolg ist Scheitern wichtig. Denn nur wer Fehler macht, kann aus ihnen lernen und sich weiterentwickeln. Erfolgreiche Innovatoren und Produktentwickler wissen, wie sie schnell und zielgerichtet scheitern. Aus diesen vermeintlich negativen Erfahrungen lernen sie, sich kontinuierlich zu verbessern und entsprechend rasch erfolgreich zu sein. Dabei gilt es, fünf Grundregeln zu beachten. Denn wer sie verletzt, läuft Gefahr, am Verbraucher vorbeizuentwickeln:

1. Zielgruppe definieren und klare Zielsetzungen bestimmen

Es muss sorgfältig definiert werden, welche Zielgruppe direkt angesprochen werden sollte. Der Nutzen, den das Produkt für die Zielgruppe bietet, muss klar bestimmt und ausgearbeitet werden. Das Ziel sollte sein, ein Produkt zu entwickeln, welches wirklich auf dem Markt benötigt und von der Zielgruppe angenommen wird. Es sollen neue Marktpotenziale erkannt und die Produktidee hinsichtlich der Zielgruppe entwickelt bzw. weiterentwickelt werden. In diesem Schritt ist es auch wichtig, dass man Mitbewerber im Auge behält und sich genau überlegt, wie man sich von der Konkurrenz langfristig abheben kann

2. Kundenbedürfnisse kennen – Bedürfnisse identifizieren

Die genaue Definition der Zielgruppe ist zwar der Start - dennoch müssen laufend die Bedürfnisse der Kunden erhoben werden. Bei der Produktentwicklung läuft man oft Gefahr, dass man zwar die Zielgruppe genau kennt und trotzdem am Markt vorbeientwickelt. Es ist wichtig, dass man die Anforderungen der Kunden genauestens kennt.

3. Produkt - Roadmap ausarbeiten

In der Produktentwicklung ist es unumgänglich, ein genaues Konzept auszuarbeiten und alle Einzelmaßnahmen für die Entwicklung genau zu bestimmen. Dadurch erhält man eine bessere Vorhersehbarkeit bzw. Planbarkeit im gesamten Produktentwicklungsprozess. Teil dieser Produkt-Roadmap ist es auch, den Testzyklus eines Produktes wie auch eine Feedbackschleife mit einzubeziehen. Da sich einzelne Schritte verzögern können, ist es ratsam immer genügend Zeitreserven einzuplanen.

4. Testen. Testen. Testen

Umsichtige Tests mit genügend Vorlaufzeit sind die Basis einer soliden Produktentwicklung. Wenn möglich, sollten Produkte nicht nur getestet werden, wenn diese komplett fertig entwickelt sind, sondern auch schon in den Phasen zuvor (iteratives Vorgehen). Bevor man in die Entwicklung geht, kann man zuerst ein bloßes Produktkonzept testen und bereits wertvolle Erfahrungen sammeln. Ist die Produktidee schon konkreter, kann mithilfe eines Produkt-Prototypen erneut eine Testphase gestartet werden. Mit dem finalen Produkt geht man dann noch einmal in eine Testphase, um erneut zu überprüfen, ob das Produkt alle Kundenanforderungen erfüllt.

5. Feedback einarbeiten

Ohne Feedback gibt es keine Learnings. Die Rückmeldungen der Teilnehmer sind essenziell für die Weiterentwicklung eines Produkts. Mit jedem Produkttest, den man durchführt, erhält man mehr Insights, die wieder in die Produktentwicklung einfließen. Sobald man wertvolles Feedback von seinen Kunden bekommt, beginnt eine neue Schleife. Man arbeitet die Verbesserungsvorschläge und Anforderungen der Kunden in das Produkt erneut ein und beginnt wieder mit dem Testen. Mithilfe dieser Schleife entwickelt man nachhaltig ein Produkt, dass den Kundenwünschen tatsächlich entspricht und diesen auch gerecht werden kann.

Der Autor: Matthias Ruhri ist Co-Gründer von Probando, dem Internetmarktplatz für Studien, der Forscher und Studienteilnehmer vernetzt. Probando unterstützt die Produktentwicklung anhand der Problemstellungen seiner Kunden. Das eHealth-Startup aus Graz setzt dabei auf seine intelligente, Machine-Learning-basierte Plattform, die mit der smarten Anwendung von Algorithmen genau die Zielgruppen matcht, die für eine effiziente Lösung wichtig sind.



Autor: W&V Gastautor

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