Diversity & Inklusion:
Rexona entwickelt erstes inklusives Deo

Für die meisten Menschen ist ein Deo ein alltägliches Hygieneprodukt. Für andere wird das Handling zur täglichen Herausforderung. Das will der FMCG-Hersteller Unilever ändern - mit dem ersten inklusiven Deo.

Text: W&V Redaktion

Unilever hat ein Produktdesign entwickelt, das sich besser einarmig benutzen lässt
Unilever hat ein Produktdesign entwickelt, das sich besser einarmig benutzen lässt

Die Unilever-Brand Degree hat Unternehmensangaben zufolge das weltweit erste inklusive Deodorant entwickelt, das speziell Blinden und Menschen mit Behinderungen der oberen Gliedmaße das Auftragen erleichtern soll. Mit Unterstützung von Christina Mallon, Leiterin für inklusives Design bei Wunderman Thompson, entwickelte die Marke ein neues Produktdesign. Weil Mallons Arme aufgrund einer ALS-Erkrankung selbst in ihrer Beweglichkeit beeinträchtigt sind, konnte sie die Bedürfnisse dieser Zielgruppe gut nachvollziehen. Darüber hinaus arbeiteten der Hersteller und Wunderman Thompson auch eng mit Menschen aus der Behinderten-Community zusammen und ließ ihren Input in die Gestaltung einfließen.

Das inklusive Design, das unter der Marke Rexona auf den Markt kommen soll, sieht vor, dass die Kappe mit einem Haken versehen ist, der aufgehängt werden kann. Zum Öffnen muss anschließend lediglich der untere Teil nach unten gezogen werden. Über einen Magnetverschluss lässt sich das Deodorant anschließend auch leichter schließen. Darüber hinaus ist der Applikator größer als bei herkömmlichen Deo-Sticks, um das Auftragen mit nur einem Wisch zu erleichtern. Außerdem wurde die Verpackung mit einem Blindenschrift-Etikett versehen, so dass das Produkt in einem gut gefüllten Einzelhandelsregal leichter zu finden ist.

"Ein Deo ist eine alltägliche und fast triviale Sache", sagt Bas Korsten, weltweiter Chief Creative Office bei Wunderman Thompson. "Aber wenn man es nicht benutzen kann, wird es sehr wichtig." Auch das endgültige Produkt soll kontinuierlich weiter optimiert werden. Man müsse verstehen, dass es die kleinen Dinge sind, die zählen, wollen die Verantwortlichen mit ihrem inklusiven Design zeigen. Schließlich würden wir doch alle zusammen wollen, dass die Welt ein besserer und gerechterer Ort für alle ist.



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