Auswertung :
KMU stocken Werbebudgets um mehr als 10 Prozent auf

Die Buchungsplattform crossvertise hat die über die Plattform getätigten Aufträge von Januar bis Ende November analysiert und festgestellt: Der Mittelstand avanciert zum Motor der Werbewirtschaft.

Text: Julia Gundelach

Das stärkste Wachstum verzeichnet Online-Audio, also Werbung in Streaming-Plattformen und Podcasts.
Das stärkste Wachstum verzeichnet Online-Audio, also Werbung in Streaming-Plattformen und Podcasts.

Im zu Ende gehenden Jahr 2021 hat der deutsche Mittelstand trotz Krise kräftig in Werbung investiert. So stiegen von 2020 auf 2021 die Werbeausgaben (netto) der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) um mehr als 10 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Aufträge über die Online-Buchungsplattform des Media-Dienstleisters crossvertise. 

Damit wächst der Werbemarkt der KMU deutlich schneller als der Gesamtmarkt (+ 5 Prozent). Im Media-Mix der KMU bleibt die Verteilung laut crossvertise beinahe konstant: Bei gestiegenem Gesamtauftragsvolumen (+10 Prozent) bleibt Online im Jahresvergleich mit einem Anteil von jetzt 45 Prozent beliebtester Werbeträger – vor Außenwerbung (28 Prozent) und TV (15 Prozent).

Online-Audio und Außenwerbung vorne

Die Wachstumsdynamik der einzelnen Gattungen unterscheidet sich signifikant: Nach Online Audio (+47 Prozent) – also Werbung auf Streaming-Plattformen und in Podcasts – verzeichnet die Außenwerbung das prozentual höchste Wachstum (+30 Prozent) und schraubt damit seinen Marktanteil um fünf Prozentpunkte (2020: 23 Prozent) nach oben. Das Online-Werbebudget hält sich auf einem konstanten Niveau (+2 Prozent). Das TV-Auftragsvolumen ist zwar leicht gesunken (-9 Prozent), die Auftragsanzahl aber gleichzeitig deutlich gestiegen (+42 Prozent). Ergo: Mehr KMUs haben sich an die Gattung herangewagt. Auch bei Print (+21 Prozent) und Radio (+13 Prozent) gab es Zuwächse. Kino bildet mit einem Einbruch von knapp 42 Prozent beim Auftragsvolumen auch in diesem Jahr das Schlusslicht.
 

Für die Untersuchung wurden 2.000 Werbebuchungen auf der Plattform ausgewertet – mit einem Betrachtungszeitraum vom 1. Januar bis einschließlich 30. November 2021 im Vergleich zum Vorjahr. Einbezogen wurden die Aufträge von mehr als 1.700 Firmen mit einem Budget zwischen wenigen hundert Euro pro Kampagne bis hin zu sechsstelligen Monatsetats.



Autor: Julia Gundelach

ist freie Autorin mit Schwerpunkt Specials. Daher schreibt sie Woche für Woche über neue spannende Marketing- und Medien-Themen. Dem Verlag W&V ist sie schon lange treu – nämlich seit ihrem Praktikum bei media & marketing in 2002, später als Redakteurin der W&V.


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