Das arg holprige iPhone (2021) liegt demnach also vorn. Mit dem Sprung zum iPhone 21 würde Apple ähnlich wie Samsung auf Jahreszahlen umschwenken. Ein iPhone 12S könnte als vermeintliches Mini-Update Käufer abschrecken. Logischer klingt ein iPhone 14. Wobei: Mit dem 2019 erschienenen iOS 13 hat Apple die Unglückszahl auch nicht übersprungen. Im Übrigen sind demnach 52,6 Prozent "kaum oder gar nicht begeistert" vom anstehenden iOS 15 – was sich bis zum Start im Herbst aber noch deutlich ändern dürfte.

Petition: Jeff Bezos soll im Weltraum bleiben – für immer

Am 20. Juli lässt sich Jeff Bezos zusammen mit seinem Bruder Mark, mit einem Weltraum-Touristen und mit einem vierten, bisher noch unbekannten Passagier ins All schießen. Eine Petition auf change.org fordert nun, dass der umstrittene Amazon-Gründer mit der Rakete seiner Weltraum-Firma "Blue Origin" gar nicht mehr zurückkommt und für immer im All bleibt. Ein Initiator namens José Ortiz will Bezos offenbar zum Mond schießen, berichtet der Standard. Der Mann begründet seine – womöglich nicht restlos ernst gemeinte – Petition so: "In Wirklichkeit ist Bezos ein böser Herrscher, der die Weltherrschaft anstrebt. Währenddessen steht unsere Regierung daneben und lässt es geschehen. Das könnte unsere letzte Chance sein, bevor sie die 5G-Mikrochips aktivieren und eine Massenübernahme durchführen."

Über 21.000 von den angestrebten 25.000 Unterschriften hat die "Lasst Bezos nicht mehr zurück auf die Erde!"-Petition mittlerweile eingesammelt. Wie mit den anderen drei Passagieren des Zehn-Minuten-Trips verfahren werden soll, ist bisher unklar. Ob sie zurück zur Erde dürfen, während Jeff Bezos auf 100 Kilometern Höhe ausgesetzt wird, lässt Antragsteller Ortiz offen. Aber er wirkt entschlossen und von seinem Anliegen überzeugt: "Unterschreibt die Petition! Teilt sie mit Euren Freunden und Familien! Das Schicksal der Menschheit liegt in Euren Händen!"

Jeff Bezos zum Mond schießen – für immer? Dafür läuft jetzt eine Petition.

Jeff Bezos zum Mond schießen – für immer? Dafür läuft jetzt eine Petition.

Baby kauft Tesla-Update für 10.000 Dollar – sagt die Mutter

Die Zielgruppe von Elon Musk wird auch immer jünger. Ein zehn Monate altes Baby soll jetzt das 10.000-Dollar-Upgrade gekauft haben, mit dem sich ein Tesla fürs autonome Fahren aufrüsten lässt. Das behauptet jedenfalls die Mutter des kleinen Mannes, deren anklagendes Video mit über zwei Millionen Klicks gerade auf TikTok steil geht. Sie wettert: "Unser Sohn hat entschieden, dass wir das Selbstfahr-Paket brauchen, über das wir zuvor gesprochen hatten." Wie genau das passiert sein soll, ist unklar. Womöglich hat der Bub mit seinen Füßchen exakt die Stellen auf dem Tesla-Touchscreen erwischt, mit denen sich der "Full Self-Driving"-Assistent buchen lässt. Die Frau postete einen angeblichen Beleg für die Transaktion und fragt: "Warum gibt es für so einen Kauf kein Passwort oder einen anderen Schutz?"

Viele TikTok-Nutzer zweifeln aber an der klickträchtigen Geschichte. Sie argumentieren unter anderem, dass bei so einer enormen Abbuchung erst einmal die Sicherheitsmaßnahmen der Kreditkarte greifen würden. Die Mutter des Tesla-Babys behauptet, dass sie die Abbuchung erst nach Erhalt der Kreditkarten-Abrechnung bemerkt habe. Weil Tesla irrtümliche Käufe nur 48 Stunden lang zurückerstattet, müsste sie demnach mit dem Fehlkauf leben. Jede Menge Internet-Spott ist ihr sicher: "Da sieht man mal, wer in diesem Haushalt das Sagen hat." Hübsch ist jedenfalls die Begleitmusik zu dem Video: "Oh No" von den Commodores. Wobei: Mit einem assistenzlosen alten Opel Commodore wär’s nicht passiert.

OnePlus: Top-Mittelklasse-Smartphone für 299 Euro

Die Namen von Smartphones werden immer komplizierter. China-Anbieter OnePlus hat nach dem Nord und dem Nord 5G jetzt das OnePlus Nord CE 5G auf den Markt geworfen. Das Kürzel CE steht für "Core Edition" – was schon darauf hinweist, dass es sich ähnlich wie bei Samsungs FE-"Fan Edition" des Galaxy S20 um eine abgespeckte Variante eines Erfolgshandys zum günstigeren Preis handelt. Trotzdem bleibt offenbar genug Top-Technik übrig, die das neue OnePlus zur interessanten Alternative in der Smartphone-Mittelklasse machen. Die Preise starten bei 299 Euro für eine dunkelgraue Version mit 6 GB RAM und 128 GB Speicherplatz, die exklusiv im Online Store von OnePlus zu haben ist.

Mit 8 oder 12 GB RAM, mit bis zu 256 GB Speicher und mit mehr Farbauswahl geht es dann rauf auf 329 Euro bzw. 399 Euro. 5G und ein 64-Megapixel-Dreifach-Kamerasystem sind bei allen Varianten an Bord. Die ersten Kritiken loben das flüssige (90 Hz) und scharfe (411 ppi) 6,4-Zoll-Display – das allerdings nicht allzu leuchtstark ist. Das stört vor allem im Freien. Der unsichtbar unter dem Display versteckte Fingerabdrucksensor funktioniert demnach prima. Gespart haben die Chinesen am nicht ganz so hochwertigen Kunststoffgehäuse und am Speicher, der sich nicht per SD-Karte erweitern lässt. Trotzdem: Schnelle und aktuelle Technik für alle, die nicht 500 Euro und mehr für ein Smartphone ausgeben wollen. OnePlus verspricht zwei Jahre lang Software-Updates und drei Jahre lang Sicherheits-Aktualisierungen.

Nord seh: Das neue OnePlus bietet viel Smartphone fürs Geld.

Nord seh: Das neue OnePlus bietet viel Smartphone fürs Geld.

Neuer Nintendo-Hit: Mario zum Selber-Programmieren

Wer Klempner Super Mario oder Prinzessinnen-Retter Link über den Bildschirm flitzen lässt, mag sich durchaus fragen: Wie entstehen solche Spiele eigentlich? Wie programmiert man solche interaktiven Welten? Nintendo hat sich schon einmal mit diesem Thema beschäftigt. Mit dem Pappkarton-Baukasten Labo konnten Besitzer der Switch-Konsole 2018 ihre eigenen Spielzeuge zum Leben erwecken. Mit dem neuen "Spielestudio" (30 Euro) gehen die Japaner jetzt noch einen Schritt weiter. Hier können Mario-Fans tatsächlich ihre eigenen Videospiele programmieren, die beinahe so echt und realistisch aussehen wie die Originale. Im Mittelpunkt der interaktiven Spieleschule stehen über 80 sogenannte "Knotixe". Diese humorvoll-schrulligen Geschöpfe zeigen die Grundlagen der Programmierung.

Um eine steuerbare Spielfigur zu erschaffen, verknüpft der Nutzer beispielsweise den Joystick-Knotix mit dem Männchen-Knotix – und schon rennt der Mini-Mario los. Mittlerweile sind die Nintendo-Fans weltweit fleißig am Programmieren. Auf mygarage.games sind bereits jede Menge Beispiele zu finden, bis hin zum sensationell gut gemachten Mario-Kart-Klon. Der Weg zu solchen kleinen Meisterwerken ist aber weit. Denn natürlich bietet das "Spielestudio" nicht die echten Werkzeuge der Nintendo-Entwickler. Von daher sind die technischen Möglichkeiten relativ stark eingegrenzt. Ob Spiele zu basteln noch mehr Spaß macht als das Spielen selbst – das kann jeder selbst ausprobieren, mit einer kostenlosen Demoversion in Nintendos E-Shop.

Im TechTäglich-Nachrichtenstudio hüpft morgen wieder Tech-Klempner "Super Michael" Gronau aus Berlin durch die spannendsten News. Viel Spaß beim Lesen!



Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.