Enttarnt! Elon Musk wohnt auf 37 Quadratmetern

Wie wohnt eigentlich ein Mega-Multi-Milliardär wie Elon Musk? In einer Riesenvilla am Meer, mit 17 Schlafzimmern, 13 Bädern und 50 Tiefgaragen-Plätzen für alle Modelle von Tesla? Von wegen! Der Elektroauto-Guru hat unlängst auf Twitter angekündigt, dass er alle seine Häuser abstößt: "Habe mich entschieden, mein letztes verbliebenes Haus zu verkaufen. Es muss nur an eine große Familie gehen, die dort leben wird. Es ist ein besonderer Ort." Mittlerweile ist klar, dass sich Musk, Lebensgefährtin Grimes und Söhnchen X Æ A-XII spektakulär verkleinern – auf 37 Quadratmeter.

So groß bzw. klein ist das Tiny House, in das die Musks jetzt ziehen. Es befindet sich in der Nähe des Testgeländes von Musks Weltraumfirma SpaceX in Boca Chica Village bei Brownsville in Texas. Der Big Boss kann die Raketenstarts künftig also von zuhause aus verfolgen. Wie die Futurezone berichtet, stammt die neue Behausung von der Fertighausfirma Boxabl, die zuletzt in ihren Videos mit dem Poster einer Rakete an der Wand schon subtil Werbung für ihren solventen neuen Kunden machte. Laut Konfigurator kostet das Musk-Häuschen nur rund 50.000 Dollar – und ist damit deutlich günstiger als die meisten Teslas. Angeblich plant Elon Musk an dem Standort in Texas eine ganze Starbase-Siedlung.

Windows 11: Testversion ist da – und der Ärger auch

Letzte Woche hat Microsoft Windows 11 vorgestellt. Doch auch Tage nach der Präsentation sind noch jede Menge Fragen rund um das neue PC-Betriebssystem offen. Zumindest in Sachen Erscheinungstermin lichtet sich der Nebel. Bisher hat Microsoft noch von "Ende 2021" gesprochen. Doch das muss nicht unbedingt November oder Dezember bedeuten. Laut CNET dürfte die finale Version von Windows 11 bereits im Oktober als kostenloser Download für die bisherigen Nutzer von Windows 10 bereit stehen. Darauf deutet das Datum "20. Oktober" auf vielen Pressefotos ebenso hin wie Verkaufsinformationen auf der Website von Walmart. Zudem ploppte während der Vorstellung von Windows 11 eine Microsoft-Teams-Nachricht auf, in der es hieß: "Begeistert, auf 11 umzustellen. Kann den Oktober gar nicht mehr erwarten." Eine erste Testversion des neuen Betriebssystems für experimentierfreudige Windows-Insider ist jetzt jedenfalls als Gratis-Download erschienen.

Wer Windows 11 ab Herbst tatsächlich auf seinem Rechner installieren kann, ist allerdings weiterhin unklar. Denn es gibt massiven Ärger und Verunsicherung rund um Microsofts Systemanforderungen. Die Hardware-Voraussetzungen mit 64-Bit-Prozessor, 4 GB Arbeitsspeicher und 64 GB Speicherplatz bleiben zwar an sich moderat. Damit würde Windows 11 auf den meisten PCs laufen, auf denen momentan Windows 10 installiert ist. Allerdings setzt der US-Konzern zwingend einen Rechner mit einem Trusted Platform Module (TPM) 2.0 voraus. Dieser Chip sorgt unter anderem für die Verschlüsselung von Daten und erhöht die Sicherheit des gesamten Systems. Microsoft schreibt ihn seit 2016 für zertifizierte Windows-Computer vor. Viele ältere Rechner besitzen den Chip dagegen noch nicht. Auf ihnen würde Windows 11 damit nicht laufen. Ob Microsoft diese Vorgabe noch lockert, ist derzeit völlig unklar. Die Proteste im Netz sind groß – zumal der Windows-11-Check, den Microsoft jetzt anbietet, außer der lapidaren Info "Läuft" oder "Läuft nicht" keine weiteren hilfreichen Informationen für die Nutzer liefert. "Windows 11 lässt Millionen von PCs zurück, und Microsoft tut sich schwer zu erklären, warum", kritisiert The Verge.

Amazon gründet Club für Vinylplatten

Amazon hat Liebhaber von Vinylplatten als lukrative Zielgruppe entdeckt – und startet dafür ein neues Abo. Mit dem "Vinyl of the Month Club" erhalten Musikfans zunächst in den USA jeden Monat eine neue LP. Das Abo kostet 25 Dollar im Monat, ist aber eine wahre Wundertüte. Denn welche Platte jeweils in der Post steckt, ist eine Überraschung. Kunden können sich nicht für konkrete Künstler oder Musikrichtungen entscheiden. Neue Platten von Jungstar Olivia Rodrigo bis hin zu den Rockern der Foo Fighters sind allerdings nicht zu erwarten. Denn Amazon konzentriert sich bei seinem Vinyl-Club auf den Classic Rock und auf Pop der 60er und 70er Jahre, wie Fortune berichtet.

Im Angebot sind Stars aus der "Goldenen Vinyl-Ära" von Miles Davis über ABBA und Pink Floyd bis hin zu Aretha Franklin oder Fleetwood Mac. Zielgruppe sind also Plattensammler, die sich gerne von "neuer alter" Musik überraschen lassen. Sie können LPs, die ihnen nicht zusagen, jederzeit ungeöffnet zurückschicken – oder auch einen Abo-Monat komplett überspringen. Sparen lässt sich mit dem Amazon-Vinyl durchaus. Denn viele der Platten im 25-Dollar-Abo kosten bei Amazon regulär 30 Dollar und mehr. Auch 50-Dollar-Alben wie eine spezielle Ausgabe von Pink Floyds "The Wall" landeten bereits bei Abonnenten.

Elvis lebt – zumindest bei Amazons neuer Retro-Musik.

Elvis lebt – zumindest bei Amazons neuer Retro-Musik.

Zoom plant Echzeit-Übersetzung – mit deutscher Firma

Bisher ermöglicht Zoom nur automatische englischsprachige Abschriften seiner Videochats. Live-Übersetzungen der Treffen sind bisher nicht möglich. Wenn beispielsweise US-Amerikaner, Japaner und Deutsche miteinander konferieren, droht immer noch ein babylonisches Durcheinander. Damit sich das künftig ändert, hat Zoom jetzt das deutsche Startup Kites übernommen. Der Name steht für "Karlsruhe Information Technology Solutions". Die badischen KI-Experten haben sich seit 2015 mit rund einem Dutzend Mitarbeiter auf künstliche Intelligenz spezialisiert, die Gespräche in Echtzeit übersetzt und auch in Schriftform bringt.

Das Karlsruher Team soll künftig mehrsprachige akustische Live-Übersetzungen von Zoom-Meetings ermöglichen, die Sprachhürden größtenteils oder sogar ganz beseitigen. "Mit unserer Mission, die Zusammenarbeit reibungslos zu gestalten – unabhängig von Sprache, geografischem Standort oder anderen Barrieren – sind wir zuversichtlich, dass das beeindruckende Team von Kites gut zu Zoom passen wird", heißt es von Produktchef Velchamy Sankarlingam in einem Zoom-Blogeintrag. Weil die Software von Kites bereits fertig entwickelt ist, könnte die neue Funktion relativ zeitnah starten.

Kites, der neue deutsche Partner von Zoom, soll Videochats in Echtzeit übersetzen.

Kites, der neue deutsche Partner von Zoom, soll Videochats in Echtzeit übersetzen.



Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.