Bundesregierung startet Suchmaschine

Google bekommt Konkurrenz von höchster Stelle: Die Bundesregierung hat unter Federführung der Staatsministerin für Digitalisierung, Dorothee Bär (CSU), ein sogenanntes Netzwerk für digitale Aufklärung gestartet. Der Anspruch der Spezial-Suchmaschine: Man wolle Bürgern "Ängste und Vorbehalte vor neuen Technologien" wie 5G oder Künstlicher Intelligenz nehmen und verlässliche Infos zu Digitalthemen bieten. Die Idee war 2020 beim Hackathon #WirvsVirus der Bundesregierung entstanden. Der Code ist Open Source. Das Projekt ließ sich kostenlos umsetzen, da Inhalte automatisiert wurden.

Das Netzwerk vereint dabei digitale Themen, die bisher auf den Websites der einzelnen Ministerien zu finden waren. "Gerade bei Querschnittsthemen wie etwa der Digitalisierung, die die Zuständigkeit verschiedener Ressorts berühren, fehlte bislang eine zentrale Suche, mit der alle Informationsangebote angezeigt werden", rechtfertigt Bär die Einführung der zentralen Suchmaschine.

Zum Start sind allerdings noch lange nicht alle Ministerien angebunden, sondern nur das Bundespresseamt, das Bundesarbeitsministerium, das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, das Auswärtige Amt sowie die Bundeszentrale für politische Bildung. Weitere Ministerien folgen in einer zweiten Phase. Das Angebot, glaubt Bär, werde "das Regierungshandeln transparent machen".

Mit diesem Teaser will Digital-Staatsministerin Bär Lust auf die neue Suchmaschine machen.

Mit diesem Teaser will Digital-Staatsministerin Bär Lust auf die neue Suchmaschine machen.

Telegram rüstet auf

Der Messenger Telegram rüstet weiter auf. Das jüngste Update erweitert die Gruppen-Video-Anrufe. Ab sofort können bis zu 30 Broadcaster in einem Call 1000 Zuschauer unterhalten. Die Betreiber wollen das Limit in Kürze noch weiter ausdehnen. Bei 1-1-Video-Anrufen lässt sich nun außerdem das Bildschirm-Display inklusive Geräte-Audio teilen.

Geteilte Videos lassen sich jetzt auch schneller oder langsamer wiedergeben – mit 0,5x, 1,5x und 2x Geschwindigkeit. Ebenfalls verbessert wurden Video-Nachrichten. Sie werden zukünftig in deutlich höherer Auflösung verschickt.

Außerdem neu laut den Machern: "Nachrichten in jedem Chat können so eingestellt werden, dass sie sich nach einem Tag oder einer Woche selbst löschen. Jetzt kannst du auch einen Monat festlegen, falls du möchtest, dass deine Chats einen ganzen Mondzyklus lang bestehen bleiben, bevor sie verschwinden."

Mit diesem handgemalten Logo trommelt Telegram gerade für seine Video-Call-Offensive.

Mit diesem handgemalten Logo trommelt Telegram gerade für seine Video-Call-Offensive.

Signal schlampte bei Sicherheitslücke

Während Telegram die Community gerade begeistert, kämpft Konkurrent Signal mit negativem Nutzer-Feedback, wie Golem berichtet. Erst nach sechs Monaten schafften es die Entwickler, einen Bug in der Android-App zu beseitigen. Der Fehler führte dazu, dass manchmal Bilder, die gar nicht ausgewählt worden waren, an Signal-Freunde verschickt wurden. Das konnte zu peinlichen Situationen führen, wenn ohne Wissen des Users irgendwelche Bilder an andere Menschen verschickt wurden.

Beschwerden darüber gibt es schon länger. Wegen der langsamen Behebung des Fehlers hagelt es Kritik von Nutzern. Signals Entschuldigung: Das Problem sei selten aufgetreten und man habe es anfangs nur schwer reproduzieren können. Schwacher Trost: Die Desktop-Version und die Version für iPhone und iPad waren von dem Fehler nicht betroffen. Signal-Entwickler Greyson Parrelli beteuert: "Wir nehmen Probleme wie diese tatsächlich sehr ernst."

Bisher galt Signal neben Threema als sicherster Messenger, wenngleich Signal-Server auch in den USA und nicht nur in Europa stehen. Threema hostet ausschließlich in der Schweiz.

3-Jähriger fährt erstes Lamborghini-Hybrid-Cabrio 

65 Tage hat ein Vater benötigt, um seinem kleinen etwa drei Jahre alten Sohn stolz seine Handwerkskünste zu demonstrieren. Heraus kam ein Lamborghini aus Holz. Wie er die umweltfreundliche Karre, den "first open-top hybrid Lamborghini", zusammengebaut hat, erklärt der Bastler in einem 15-minütigen spannenden Video, das Digg ausgegraben hat. 

Nach der Fertigstellung geht es sogar auch auf die normale Straße. Inklusive Hupen und Wenden. Meister-Heimwerker Dogo Huong schwört auf Nachhaltigkeit: "Ich verwende gerne Holz von ausrangierten Bäumen, kein Edelholz aus dem Wald."

Damit wünsche ich einen rasanten Dienstag. Bis morgen bei TechTäglich.



W&V Redaktion
Autor: W&V Redaktion

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