Auch Profi-Anwender, für die Hightech-Macs unverzichtbar sind, erwartet keine gute Nachricht. Offenbar gibt es Rückschläge bei der Produktion des eigentlich für 2021 erwarteten Desktop-Rechners iMac Pro. Ein neuer Leak geht davon aus, dass sich der Verkaufsstart bis zum nächsten Jahr verzögert. Aufgrund der aktuellen Liefer-Engpässe und der Corona-Pandemie musste Apple demnach seinen Fahrplan ändern. 

Die Leakerin Corinna Garcia vom Portal frontpagetech informiert aber, dass es im Q4 dieses Jahres trotzdem eine Reihe an neuen Macs geben wird. Diese sollen von M1X-Chips betrieben werden. Als fast sicher gilt der Release des 14" und 16" MacBook Pro mit Redesign und mehr Anschlüssen.  

Immerhin: Profi-Mac-User erwartet wohl 2022 noch eine Überraschung zusätzlich zum iMac Pro. Unter dem Codenamen J327 arbeitet der Konzern an einem neuen HighEnd-Display mit A13-Chip. Ein Bildschirm mit Chip: Wo könnte der Sinn liegen? Der intelligente Monitor könnte spezielle Rechen-Operationen ausführen oder für das Hochskalieren von Inhalten verwendet werden.

Casio: Comeback der Alien-Uhr

Die Alien-Uhren sind in Kürze wieder unter uns: Casio hat angekündigt, den Uhren-Klassiker A100, bekannt aus den Alien-Filmen, wieder aufzulegen. Die Filmreihe war seit Ende der 70er Jahre mit großem Erfolg auf die Leinwand gebracht worden. Fans zeigten sich nicht nur von humanoiden Androiden und Power-Loadern begeistert. Sie liebten auch die coole Doppeldecker-Uhr von Ripley und der Nostromo-Crew, damals als F-100 bezeichnet. 

Dabei ist die Uhr gar keine Smart-Watch. Stattdessen zeigt sie nur die Zeit an. Sie besitzt immerhin eine Stoppuhr, einen Kalender und eine Wecker-Funktion. Die Neuauflage bietet die gleichen Funktionstasten inklusive blinkender LED. Metall-Gehäuse und Armband wurden natürlich überarbeitet. Die eingebaute Batterie hält bis zu sieben (Weltraum-) Jahre durch. Ab August ist die Alien-Uhr zum Preis von umgerechnet rund 76 Euro erhältlich. 

Casio listet das Kultobjekt bereits in seinem Shop. Interessenten können sich einen Mail-Reminder schicken lassen, wenn die Alien-Uhr verfügbar ist. Oder auf die limitierte goldene Pac-Man-Sonderedition warten.

Sony lässt Flaschengeist raus

Bezaubernde Jeannie war gestern. Der moderne Flaschengeist kommt von Sony, ist ein Speaker und präsentiert Sound aus einer Art Glasflasche. 

Der neue Lautsprecher LSPX-S3 sieht auf den ersten Blick wie eine Laterne oder Glaslampe aus. Es ist auch eine kleine Leuchte eingebaut, die wie Kerzenlicht flackern kann. Der eingebaute Akku hält bis zu neun Stunden durch, bevor er wieder geladen werden muss. Die Musik wird über Bluetooth von Smartphone, Tablet und Co. übertragen.

Der Sony verfügt über einen Hochtöner aus organischem Glas, das 360-Grad-Sound abstrahlt. Ein 46-mm-Treiber liefert Bässe und Mitten für satten, raumfüllenden Klang. Interne Lichter synchronisieren sich mit der Musik, ein eingebautes Mikrofon ermöglicht Anrufe. Mit dem Party Connect-Feature lassen sich verschiedene Flaschengeister miteinander verbinden, um Multiroom-Gefühle aufkommen zu lassen. 

Ausgeliefert wird ab 31. Juli. Der Preis liegt mit 350 Euro deutlich über handelsüblichen Bluetooth-Speakern. Aber der LSPX-S3 ist eben auch geistvoller...

BR-App: Blinde und Sehende gucken gemeinsam TV 

Der BR hat auf Android seit letztem Jahr die App BR Audiodeskription im Testbetrieb laufen. Zu sehen sind derzeit die Formate "Dahoam is dahoam" (Montag bis Donnerstag 19.30 Uhr) bzw. "Hubert und Staller" (jeden Freitag 20.15 Uhr). Das Besondere: Die Anwendung erlaubt es Nutzern, eine separate Tonspur zu der am Fernseher angezeigten zu streamen. So können Blinde und Sehende gemeinsam Fernsehen schauen.

Damit das funktioniert, muss der Fernseher HbbTV 2 unterstützen. Fernseher und Mobilgerät müssen sich im selben Heimnetzwerk (z. B. WLAN) befinden, damit sie miteinander gekoppelt werden können.

So kann ein sehgeschädigter Zuschauer dank beschreibender Tonspuren der Audiodeskription für aktuell laufende Programme am Kopfhörer lauschen, während die anderen Zuseher ohne Behinderung die normale Tonspur über die TV-Lautsprecher hören.

Die Android-App gibt es bereits seit Oktober 2020. Die iOS-App soll in Kürze nachgeliefert werden. Ein offizielles Launch-Datum gibt es aber aktuell noch nicht.

Große Hilfe für sehbehinderte Menschen: die BR-App "Audiodeskription".

Große Hilfe für sehbehinderte Menschen: die BR-App "Audiodeskription".

Serienkiller Dexter kehrt zurück

Das wird das Streaming-Highlight des Jahres 2021: Der beliebteste Serienkiller der Welt, "Dexter", kehrt endlich zurück. Bis 2013 liefen acht Staffeln der Kultserie mit großem Erfolg. Michael C. Hall spielte einen Serienkiller, der im echten Leben als Forensiker bei der Miami Police arbeitete und sein Doppelleben gegenüber allen Freunden, Verwandten und Kollegen geheimhielt. "Dexter" wurde mehrfach prämiert, Hall erhielt einen Golden Globe. 

Einziges Problem: Das Ende der letzten Staffel machte die Fans unglücklich. "Dexter", nie von der Polizei erwischt, zog sich in der letzten Sequenz von Season 8 in die Wälder Kanadas als Holzfäller zurück. Unbefriedigend! Auch für mich als Zuseher, der Michael C. Hall einst in New York treffen konnte. Ein scheinbar sehr freundlicher Mensch übrigens...

Der Frust der Fans sorgte auch beim TV-Sender Showtime und den ausführenden Produzenten von Columbia Broadcasting für Unzufriedenheit. Nun sah man den richtigen Zeitpunkt gekommen, der Serie doch noch ein würdigeres Finale mit einer neunten Staffel zu gönnen. Hall spielt wieder mit. Und der erste längere Trailer ist jetzt auch da. Er zeigt "Dexter" als Inhaber eines Waffenladens. Kann er von seinen Mord-Werkzeugen doch nicht für immer lassen, droht der Rückfall?

Ab 7. November werden wir es erfahren. In den USA zeigt Showtime die zehn neuen Episoden. Wo "Dexter" in Deutschland läuft, ist noch nicht bekannt.

Damit wünsche ich einen angstfreien Dienstag. Bis morgen bei TechTäglich.



Autor: Michael Gronau

ist Autor bei W&V. Der studierte Germanist interessiert sich besonders für die großen Tech-Firmen Apple, Google, Amazon, Samsung und Facebook. Er reist oft in die USA, nimmt regelmäßig an Keynotes und Events teil, beobachtet aber auch täglich die Berliner Start-up-Szene und ist unser Gadget- und App-Spezialist. Zur Entspannung hört er Musik von Steely Dan und schaut Fußballspiele seines Heimatvereins Wuppertaler SV.