W&V Data-Analyse:
W&V Data-Zahl der Woche: 16 Prozent plus im April

Werbung für Desserts gehört im April zu den am stärksten performenden Segmenten. Aber das Prädikat „W&V Data-Zahl“ der Woche gebührt dem April insgesamt und seinem haushohen Plus gegenüber Vorjahr.

Text: Christiane Treckmann

Mit ein bisschen Dolce Vita gegen Corona: Viele Branchen haben im April ihre Werbespendings erhöht - vor allem bei Desserts.
Mit ein bisschen Dolce Vita gegen Corona: Viele Branchen haben im April ihre Werbespendings erhöht - vor allem bei Desserts.

Zahlen an sich sind nur leere Hülsen. Erst Interpretation und Vergleich machen daraus Fakten, auch wenn es unterschiedlichste Lesarten gibt. Der Werbemonat April konnte mit einem Bruttovolumen von 2,77 Mrd. Euro abgeschlossen. Im März wurden noch 2,98 Mrd. Euro bilanziert – so gesehen hinkt der April dem Vormonat um rund sieben Prozent hinterher.

Vergleicht man den April dieses Jahres mit dem April 2020, sehen die 2,77 Mrd. Euro gänzlich anders aus. Dann nämlich hebt sich der April haushoch ab vom Vorjahresmonat und seinen 2,39 Mrd. Euro: ein Plus von 16 Prozent.

Tipp: Ab sofort sind auf W&V Data die Spendings zum Werbemonat April abrufbar, differenziert nach 50 relevanten Branchen und ihren jeweiligen Top-20-Werbungtreibenden.

Anreiz der Vorjahresvergleiche ist, dass hier Zeiträume und (normalerweise) ähnlichen Bedingungen verglichen werden. Und unter dieser Prämisse ist das April-Ergebnis umso erfreulicher: Die beiden April-Monate stehen komplett unter dem Corona-Damoklesschwert und sind damit noch valider vergleichbar als die beiden März-Monate, da im März 2020 die Corona-Einspar-Effekte im Werbeverhalten erst gegen Ende zum Tragen kamen.

Fast alle Medien profitieren als Werbeträger

Die deutlichen 16 Prozent Plus geben also Anlass zum Optimismus, dass Werbungtreibende wieder stärker an die Wirkung der Kommunikation glauben und sich parallel zu den langsam greifenden Erleichterungen wieder von der Strategie der Unsichtbarkeit verabschieden.

Von den erhöhten Werbebudgets konnten im April fast alle Medien profitieren: TV stieg um 23,5 Prozent, Direct Mail um 26,4 Prozent – den größten Sprung nach vorn schaffte aber Radio mit einem Plus um 35,1 Prozent.

Deutliche Steigerungen in diversen Segmenten

Kumuliert liegen die ersten vier Monate 2021 mit 10,39 Mrd. Euro brutto noch um 4,4 Prozent unterm dem ersten Tertial 2020 mit dem Corona-unberührten Januar und Februar. Zu den mit am stärksten gewachsenen Werbesegmenten gehören, um einige Bereiche herauszustellen, weiter Software (+ 46,8 Prozent) Pflege und Kosmetik (+ 40,9 Prozent), Körperschaften (+ 34,8 Prozent) dank der werbedruckintensiven Impfkampagnen des Bundesministeriums für Gesundheit, Haarpflege (+ 28,0 Prozent), einmal mehr Waschmittel (+ 27,3 Prozent) und Desserts mit einem deutlichen Anstieg um 361,7 Prozent. Die Haare schön und ein bisschen Dolce Vita – die Sehnsucht nach Normalität ist groß.

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Autor: Christiane Treckmann

Als Redaktionsleiterin von W&V verantwortet Christiane Treckmann die redaktionelle Begleitung von W&V Data, die W&V Reports sowie diverse Sonderprodukte. Ihr Motto: Nutzwert statt Buzzword-Bingo. Ihre Interessen: Menschen, Marken, Medien - analog wie digital.


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